Lehrlingsbewertung digitalisieren: strukturierte Bewertung, automatisierte Auswertung

AUSGANGSLAGE

Notizzettel, Word-Dokumente und kein zentrales System

Ein Elektrotechnikunternehmen mit 70 Mitarbeitern bildet regelmäßig Lehrlinge in verschiedenen Berufsbildern aus. Die Beurteilung dieser Lehrlinge war organisatorisch vollständig dem jeweiligen Ausbilder überlassen. Ein einheitlicher Prozess existierte nicht.

 

Bewertungen wurden je nach Vorliebe des Bewerters festgehalten: auf Papierzetteln, in privaten Notiz-Apps, in Word-Dokumenten am Laptop oder schlicht im Gedächtnis. Eine zentrale Ablage gab es nicht. Wer wann was bewertet hatte, war im Nachhinein kaum nachvollziehbar.

 

Am Ende eines Lehrjahres wurde auf Basis dieser verteilten Aufzeichnungen ein Bericht auf Papier erstellt und der Geschäftsführung vorgelegt. Dieser Bericht diente als Grundlage für Entscheidungen über Übernahme, Einsatzmöglichkeiten und Entwicklungsperspektiven der Lehrlinge. Wie belastbar diese Grundlage tatsächlich war, hing stark davon ab, wie gewissenhaft der jeweilige Ausbilder seine Notizen geführt hatte.

 

Rückmeldungen an die Lehrlinge erfolgten meist informell, in kurzen Besprechungen oder beiläufigen Gesprächen. Eine regelmäßige, strukturierte Bewertung nach einheitlichen Kriterien fand nicht statt. Entscheidungen über die weitere Entwicklung eines Lehrlings basierten damit überwiegend auf persönlicher Einschätzung und Erinnerung.

PROBLEM

Bewertungen ohne System, Entscheidungen ohne Grundlage

Das wiederkehrende Muster war dasselbe: bewerten, notieren, vergessen. Weil kein einheitliches Schema existierte, beurteilte jeder Ausbilder nach eigenen Maßstäben. Kriterien waren nicht definiert, Bewertungsintervalle nicht festgelegt und Ergebnisse nicht zentral abgelegt. Je mehr Lehrlinge gleichzeitig in Ausbildung waren, desto stärker fiel ins Gewicht, dass Informationen verstreut lagen, Rückmeldungen ausblieben und Entscheidungen am Jahresende auf einer dünnen, kaum verifizierbaren Datenbasis getroffen wurden.

Keine einheitlichen Bewertungskriterien

Jeder Ausbilder beurteilte nach eigenem Ermessen. Ein gemeinsames Schema fehlte vollständig. Vergleiche zwischen Lehrlingen oder über mehrere Lehrjahre hinweg waren dadurch nicht möglich.

Keine regelmäßige, verpflichtende Bewertung

Rückmeldungen erfolgten unregelmäßig und meist informell. Ob ein Lehrling in einem bestimmten Zeitraum überhaupt bewertet wurde, hing allein vom jeweiligen Ausbilder ab.

Keine zentrale Dokumentation

Notizen lagen verteilt auf Papier, in Word-Dokumenten und privaten Apps. Eine vollständige Bewertungshistorie über mehrere Lehrjahre hinweg existierte in keinem Fall.

Entscheidungen ohne belastbare Datenbasis

Übernahme, Einsatzplanung und Entwicklungsperspektiven wurden auf Basis von Erinnerung und persönlichem Eindruck entschieden. Objektive, nachvollziehbare Grundlagen fehlten.

UNSERE LÖSUNG

Zentrale Plattform für Bewertung, Dokumentation & Reporting

Im Rahmen des Projekts wurde ein integriertes Modul für die digitale Lehrlingsbewertung innerhalb der bestehenden Digitalisierungsplattform umgesetzt. Für jeden Lehrling können mehrere Bewerter definiert werden, Bewertungsintervalle sind fest hinterlegt und das System versendet automatisch Benachrichtigungen an die zuständigen Ausbilder. Bewertungen erfolgen nach einheitlichen, lehrlingstypspezifischen Kriterien und werden revisionssicher in der Plattform gespeichert. Die bisherigen Notizzettel, Word-Dokumente und papierbasierten Jahresberichte wurden vollständig abgelöst.

Einheitliche Bewertungsgrundlage für alle Ausbilder

Lehrlingstypspezifische Kriterien und Notensystem

Für jeden Lehrjahrestyp sind spezifische Bewertungskriterien hinterlegt, etwa für Elektriker, technische Zeichner oder kaufmännische Berufe. Die Beurteilung erfolgt nach einem einheitlichen Notensystem von 1 bis 5. Je nach Lehrjahr sind Pflichtfelder definiert, bei auffälligen Noten ist ein verpflichtender Kommentar erforderlich. Zusätzlich können Kriterien individuell gewichtet und Sonderlogiken konfiguriert werden. Damit bewertet jeder Ausbilder nach denselben Maßstäben.

Bewertungskriterien

Notensystem

Pflichtfelder

Automatisierte Erinnerungen und strukturierte Intervalle

Automatische Push-Benachrichtigungen an Bewerter

Bewertungsintervalle werden von der Geschäftsführung definiert und fest im System hinterlegt. Zu den festgelegten Zeitpunkten erhalten alle zuständigen Bewerter automatisch eine Push-Benachrichtigung. Die Bewertung erfolgt direkt über die Plattform, mobil und ohne zusätzlichen Aufwand. Ob eine Bewertung fristgerecht durchgeführt wurde, ist jederzeit nachvollziehbar, ohne dass die Geschäftsführung manuell nachhaken muss.

Bewertungsintervalle

Push-Benachrichtigungen

Nachvollziehbarkeit

Lückenlose Dokumentation über alle Lehrjahre

Revisionssichere Speicherung aller Bewertungen

Alle Bewertungen werden automatisch gespeichert und der jeweiligen Person zugeordnet. Mehrere Bewerter können parallel für denselben Lehrling definiert werden, ihre Einschätzungen werden strukturiert zusammengeführt. Die vollständige Historie ist jederzeit abrufbar, auch wenn Zuständigkeiten wechseln. Informationsverluste durch private Notizen oder fehlende Übergaben werden damit strukturell ausgeschlossen.

Bewertungshistorie

Revisionssicherheit

Mehrere Bewerter

Auswertungen und Reports für die Geschäftsführung

Wochen-, Monats- und Jahresauswertungen auf Knopfdruck

Die Geschäftsführung erhält jederzeit Zugriff auf Durchschnittsnoten, Bewertervergleiche und Leistungsverläufe. Auswertungen sind filterbar und exportierbar, Ampelsysteme zeigen auf einen Blick, wo Entwicklungsbedarf besteht. Entscheidungen über Übernahme oder Einsatzplanung basieren damit auf einer strukturierten, belastbaren Datenbasis statt auf Erinnerung.

Reporting

Leistungsverlauf

Exportfunktion

Durch Schnittstellen verbunden mit:

ERP

ERP-­System

Mitarbeiter, Lehrlinge, Stammdaten

ZBM

Zeitbuchungs­modul

Anwesenheit, Arbeitszeiten

APM

Arbeitsplanung

Einsätze, Zuständigkeiten, Verfügbarkeiten

ERGEBNIS

Von Papier und Notiz-Apps zum digitalen Bewertungssystem

Mit der Einführung der digitalen Lehrlingsbewertung hat das Unternehmen erstmals eine strukturierte, einheitliche und nachvollziehbare Grundlage für Personalentscheidungen in der Ausbildung. Bewerter arbeiten nach denselben Kriterien, Intervalle werden automatisch eingehalten und die vollständige Historie jedes Lehrlings ist jederzeit abrufbar. Entscheidungen über Übernahme, Einsatzplanung und gezielte Förderung basieren nicht mehr auf Erinnerung und persönlichem Eindruck, sondern auf belastbaren Daten. Der Bewertungsprozess ist nicht mehr an einzelne Personen gebunden und skaliert problemlos mit der Anzahl der Lehrlinge und Ausbilder mit.

0

Bewertungen oder Berichte
auf Papier nötig

100%

Automatische Speicherung und
Zuordnung aller Bewertungen

KEINE

Entscheidung mehr auf Basis von
Erinnerung oder Bauchgefühl

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